Montag, 31. Oktober 2016

Haustausch - eine ganz neue Erfahrung des Reisens

Alle, die hier regelmässig lesen oder mir auf Instagram oder Facebook folgen, wissen, dass wir im Sommer eine fast 3monatige USA Reise gemacht haben. Unsere grosse Reise konnten wir nur machen, weil wir die Unterkünfte fast komplett über Haustäusche organisiert haben.

Als ich mit dieser Art des Reisens durch Freunde das erste Mal konfrontiert wurde, habe ich gleich gedacht, "Was für eine großartige Sache! Warum auch sollte man seine eigenen vier Wände leerstehen lassen und sich ein teures Ferienhaus oder Hotel buchen, wenn man einfach mit Familien vom gewünschten Urlaubsziel tauschen kann?".
Mein zweiter Gedanke war aber gleich "Ich könnte das nicht. Fremde in meinem Bett schlafen lassen? Oh Graus!"

Je länger ich darüber nachdachte, desto eher konnte ich es mir aber vorstellen. In Hotels weiß man auch nicht, wer vorher im selben Bett geschlafen hat. Bettwäsche und sogar die Kissen und Decken kann man waschen, Matratzen mit Schutzbezügen beziehen.
Wertsachen kann man wegschliessen. Und schliesslich - und das war eigentlich der Gedanke, der mich am meisten beruhigt hat - sitzt man im selben Boot mit den Tauschpartnern. Denn die lassen uns ja derweil in ihren Betten schlafen.

Also meldete ich uns bei Homeexchange an. Hier seht Ihr unser Profil. Dieser Service kostet eine Jahresgebühr von 130 EUR. Das hat den Vorteil, dass man wirklich nur aktive Angebote findet und es keine Fake-Accounts gibt.
Es gibt noch viele andere Plattformen dieser Art, z.B. behomm, lovehomeswap u.a.
Wir haben uns für Homeexchange.com entschieden, weil unsere Freunde auch dort registriert sind und gute Erfahrungen gemacht haben.
Drei der Bleiben bei unserer langen Reise haben wir tatsächlich über Homeexchange gefunden und 2 über bereits bestehende private Kontakte getauscht.

Dabei haben wir in Berlin natürlich einen ungeheuren Standortvorteil. Berlin ist weltweit gerade sehr angesagt als Reiseziel und die Wohnkosten sind - im Gegensatz zu den Kosten in anderen Metropolen der Welt - unglaublich günstig. Die Wohnung, die wir hier haben, könnten wir uns in New York oder San Francisco nur mit dem entsprechenden lokalen Gehalt leisten.
Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass auch andere Orte in Deutschland interessant für internationale Touristen sein können.
Ich kann Euch sagen, wir haben es nicht bereut, diese Art des Reisens zu wählen. Der unglaubliche Vorteil ist, dass kein Geld fließt und man einfach nur Haus gegen Haus tauscht.
Wer hat  bei seinem New York Trip schon eine 5 Zimmer-Wohnung auf der Upper West Side, nur einen kurzen Spaziergang vom Central Park entfernt?
Wer schonmal ein Hotelzimmer in New York gemietet hat, weiß wovon ich spreche.



Wer wohnt bei seinem San Francisco Besuch schon in einem echten "Viktorian" mit 3 Ebenen, grossem Deck und Garten?



Wer hat bei seinem Nordkalifornien-Urlaub schon eine Porch Swing, 2 Autos, ein grosses Haus und einen Gemüsegarten nur 15 Min von der San Francisco Bay entfernt?



... oder bei seinem Los Angeles Trip ein 6-Zimmer Haus im hippen Stadtteil Silverlake mit Pool, Terrasse und netten Nachbarn inklusive.

via Homeexchange


Und bitte wer kann es sich leisten ein 350qm Haus mit Auto, 25m Pool, unzähligen Schlafmöglichkeiten, 6 Bädern direkt am Meer auf den Bahamas zu mieten?
Ich flippe jetzt noch aus, wenn ich mir die Bilder von diesem Traumhaus anschaue...


Also überwindet Euch - öffnet Euer Heim. Ich kann es wirklich nur wärmstens empfehlen.

Alles Liebe,
Eure Imke